Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über die Erstellung von Verbrauchsausweisen und Bedarfsausweisen für Wohngebäude zwischen
Dipl.-Ing. Selina Burgun
Architektin
Laufener Straße 5
79114 Freiburg im Breisgau
info@energieausweis-zentrale.de
(nachfolgend „Auftragnehmerin“)
und dem Auftraggeber.
Die Auftragnehmerin erbringt die Leistung als freiberufliche Architektin im Rahmen einer persönlich und eigenverantwortlich erbrachten technisch-gutachterlichen Fachleistung.
2. Leistungsgegenstand
(1) Gegenstand des Vertrags ist die Erstellung eines Verbrauchsausweises oder eines Bedarfsausweises (je nach Auswahl des Auftraggebers) gemäß den Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, bisher Gebäudeenergiegesetz) in der jeweils geltenden Fassung.
(2) Beim Verbrauchsausweis erstellt die Auftragnehmerin den Ausweis auf Grundlage der vom Auftraggeber bereitgestellten Gebäude- und Verbrauchsdaten. Beim Bedarfsausweis wird der Energiebedarf des Gebäudes nach DIN V 18599 rechnerisch ermittelt, und zwar auf Grundlage der vom Auftraggeber angegebenen Daten zu Gebäudehülle und Anlagentechnik. Soweit einzelne Angaben nicht gemacht werden können, werden nachvollziehbare Annahmen und Standardwerte angesetzt, soweit dies nach den geltenden Vorgaben zulässig ist.
(3) Die Leistung umfasst:
- Prüfung der übermittelten Angaben,
- Plausibilitätsprüfung der Daten,
- Erstellung des Energieausweises,
- Registrierung des Energieausweises beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) und Mitteilung der Registriernummer,
- digitale Bereitstellung als PDF-Datei.
(4) Eine Vor-Ort-Besichtigung oder eigene Erhebung von Gebäude- oder Verbrauchsdaten ist nicht Bestandteil der Leistung, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
3. Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages dar.
(2) Der Auftraggeber gibt durch das vollständige Ausfüllen des Onlineformulars, die Bestätigung der erforderlichen Hinweise und den Abschluss des Zahlungsvorgangs ein verbindliches Angebot zur Erstellung eines Energieausweises (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis) ab.
(3) Der Vertrag kommt zustande, sobald der Zahlungsvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde und der Auftraggeber eine automatische Eingangsbestätigung über den Eingang des Auftrags erhält.
(4) Die automatische Eingangsbestätigung informiert den Auftraggeber über den Eingang seines Auftrags und stellt gleichzeitig die Annahme des Auftrags dar.
(5) Die Auftragnehmerin prüft nach Vertragsschluss die übermittelten Angaben und Unterlagen. Stellt sich hierbei heraus, dass die gesetzlichen oder tatsächlichen Voraussetzungen für die Erstellung eines Energieausweises nicht vorliegen, ist die Auftragnehmerin berechtigt, den Vertrag aus wichtigem Grund zu beenden. Der Auftraggeber wird hierüber unverzüglich informiert.
4. Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Auftragserteilung auf der Website angegebenen Preise. Als Kleinunternehmerin im Sinne von § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet und ausgewiesen.
(2) Die Zahlung erfolgt vor Beginn der Bearbeitung über die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten, insbesondere PayPal oder Stripe.
(3) Die Bearbeitung beginnt nach vollständigem Zahlungseingang sowie Eingang aller erforderlichen Angaben und Unterlagen.
(4) Optionale Zusatzleistungen (beim Bedarfsausweis die Express-Bearbeitung und der Postversand eines Ausdrucks) werden zu den bei der Bestellung angezeigten Preisen gesondert berechnet.
5. Mitwirkungspflichten und Angaben des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber stellt alle für die Erstellung des Energieausweises erforderlichen Informationen vollständig und wahrheitsgemäß zur Verfügung. Dies betrifft insbesondere:
- Gebäudedaten,
- Flächenangaben,
- Angaben zur Heizungsanlage,
- beim Bedarfsausweis Angaben zur Gebäudehülle (Bauteile, Dämmung, Fenster), zu Warmwasserbereitung, Lüftung und Kühlung sowie zu Modernisierungen,
- beim Verbrauchsausweis die Verbrauchsdaten,
- weitere für die Erstellung erforderliche Informationen.
(2) Der Auftraggeber ist verantwortlich für die Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Daten und Unterlagen.
(3) Der Auftraggeber bestätigt, dass er berechtigt ist, die Erstellung des Energieausweises für das angegebene Gebäude zu beauftragen und die hierfür erforderlichen Informationen bereitzustellen. Ist der Auftraggeber nicht selbst Eigentümer des Gebäudes, versichert er, hierzu durch den Eigentümer oder eine sonst berechtigte Person bevollmächtigt zu sein.
(4) Die Auftragnehmerin prüft die übermittelten Angaben fachlich auf Plausibilität und erkennbare Unstimmigkeiten.
(5) Die Auftragnehmerin ist nicht verpflichtet, sämtliche Angaben durch eigene Erhebungen vor Ort zu überprüfen, sofern keine gesonderte Vor-Ort-Erhebung vereinbart wurde.
(6) Der Auftraggeber kann optional ein Foto des Gebäudes bzw. der Gebäudefassade zur Verfügung stellen. Das Foto kann die fachliche Prüfung und Zuordnung der übermittelten Gebäudedaten unterstützen. Beim Bedarfsausweis kann der Auftraggeber zusätzlich ein Foto des Typenschilds der Heizungsanlage zur Verfügung stellen.
(7) Die Bereitstellung eines Fotos ist keine Voraussetzung für die Erstellung eines Energieausweises, sofern die erforderlichen Angaben und Unterlagen anderweitig vollständig vorliegen.
6. Prüfung der Angaben und nicht durchführbare Aufträge
(1) Die fachliche Prüfung der vom Auftraggeber bereitgestellten Angaben und Unterlagen ist Bestandteil der beauftragten Leistung.
(2) Die Auftragnehmerin prüft insbesondere, ob die Voraussetzungen für die Erstellung eines Energieausweises gemäß den Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, bisher Gebäudeenergiegesetz) in der jeweils geltenden Fassung vorliegen.
(3) Stellt sich im Rahmen der Prüfung heraus, dass ein Energieausweis nicht erstellt werden kann, insbesondere aufgrund fehlender gesetzlicher Voraussetzungen, fehlender oder unvollständiger Angaben, widersprüchlicher Informationen oder aus sonstigen fachlich begründeten Gründen, ist die Auftragnehmerin berechtigt, den Vertrag zu beenden.
(4) Der Auftraggeber wird über die Gründe der Beendigung informiert.
(5) Beruht die Beendigung des Auftrags auf unrichtigen, unvollständigen oder fehlenden Angaben oder einer fehlenden Mitwirkung des Auftraggebers, besteht kein Anspruch auf die Erstellung eines Energieausweises. Ob und in welchem Umfang bereits geleistete Zahlungen erstattet werden, entscheidet sich nach den Umständen des Einzelfalls unter Berücksichtigung der bereits erbrachten Leistungen.
(6) Die Auftragnehmerin ist ferner berechtigt, die Bearbeitung eines Auftrags abzulehnen oder einen begonnenen Auftrag zu beenden, insbesondere wenn
- die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erstellung eines Energieausweises nicht vorliegen,
- erforderliche Angaben oder Unterlagen trotz Aufforderung nicht oder nicht vollständig bereitgestellt werden,
- begründete Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der übermittelten Angaben bestehen und diese nicht ausgeräumt werden können,
- der Auftrag aus rechtlichen oder fachlichen Gründen nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden kann.
Der Auftraggeber wird über die Ablehnung oder Beendigung des Auftrags informiert.
7. Erstellung und Bereitstellung
(1) Die Erstellung erfolgt nach erfolgreicher Prüfung der Voraussetzungen.
(2) Die Bearbeitung und Lieferung erfolgt in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Werktagen nach vollständigem Zahlungseingang und Eingang aller erforderlichen Angaben und Unterlagen. Bei Wahl der Express-Bearbeitung wird der Auftrag bevorzugt bearbeitet.
(3) Die Bearbeitung erfolgt nach vollständigem Eingang aller erforderlichen Daten und Unterlagen.
(4) Der fertige Energieausweis wird digital als PDF-Datei übermittelt. Beim Bedarfsausweis wird für die Berechnung eine anerkannte Berechnungssoftware nach DIN V 18599 eingesetzt. Der Ausweis wird vor der Übermittlung geprüft und von der Auftragnehmerin unterzeichnet.
(5) Die Auftragnehmerin registriert den Energieausweis nach den gesetzlichen Vorgaben beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) und teilt dem Auftraggeber die vergebene Registriernummer mit. Die Registrierung ist im Preis enthalten. Hierfür werden die erforderlichen Gebäude- und Ausstellerdaten an das DIBt übermittelt.
(6) Wählt der Auftraggeber beim Bedarfsausweis die Zusatzleistung Postversand, wird zusätzlich ein Ausdruck des Energieausweises an die vom Auftraggeber angegebene Lieferadresse versandt. Die Übermittlung als PDF-Datei erfolgt in jedem Fall.
8. Berichtigung des Energieausweises
(1) Der Auftraggeber ist verpflichtet, die von ihm bereitgestellten Angaben vor Auftragserteilung sorgfältig zu prüfen und vollständig sowie richtig anzugeben.
(2) Stellt sich nach Erstellung des Energieausweises heraus, dass Angaben des Auftraggebers fehlerhaft oder unvollständig waren, besteht kein Anspruch auf eine kostenfreie Berichtigung oder Neuerstellung des Energieausweises.
(3) Die Auftragnehmerin kann nach eigener Entscheidung und im Wege der Kulanz eine Berichtigung vornehmen. Ein Anspruch hierauf besteht nicht.
(4) Änderungen aufgrund nachträglich geänderter oder neu mitgeteilter Informationen können als neue Leistung gesondert beauftragt und vergütet werden.
(5) Berichtigungen, die aufgrund eines von der Auftragnehmerin zu vertretenden Fehlers erforderlich werden, erfolgen selbstverständlich unentgeltlich.
9. Haftung
(1) Die Erstellung des Energieausweises erfolgt auf Grundlage der vom Auftraggeber bereitgestellten Angaben und Daten sowie nach den zum Zeitpunkt der Erstellung geltenden gesetzlichen Vorgaben.
(2) Die Auftragnehmerin haftet für die fachgerechte Erbringung der beauftragten Leistung nach den gesetzlichen Vorschriften.
(3) Für Fehler, die auf unrichtigen, unvollständigen oder fehlerhaften Angaben des Auftraggebers beruhen und trotz fachlicher Plausibilitätsprüfung nicht erkennbar waren, haftet die Auftragnehmerin nicht.
(4) Der Energieausweis stellt eine Bewertung auf Grundlage der bereitgestellten Daten und der gesetzlichen Vorgaben dar. Er stellt keine Garantie für einen bestimmten tatsächlichen Energieverbrauch, zukünftige Energiekosten oder den energetischen Zustand des Gebäudes dar.
(5) Der Bedarfsausweis beschreibt den rechnerisch ermittelten Energiebedarf unter genormten Randbedingungen. Er weicht regelmäßig vom tatsächlichen Verbrauch ab, der von Nutzerverhalten, Witterung und weiteren Faktoren abhängt. Soweit der Auftraggeber Angaben nicht machen konnte und deshalb Standardwerte angesetzt wurden, haftet die Auftragnehmerin nicht für Abweichungen, die aus den tatsächlichen Gegebenheiten des Gebäudes folgen, es sei denn, die Abweichung war bei sorgfältiger Prüfung erkennbar.
10. Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten sowie der zur Erstellung des Energieausweises erforderlichen Gebäude-, Anlagen- und Verbrauchsdaten erfolgt nach Maßgabe der Datenschutzerklärung der Auftragnehmerin.
11. Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
(2) Vertragssprache ist Deutsch.
12. Außergerichtliches Beschwerdeverfahren
Es besteht die Möglichkeit, Verstöße der Auftragnehmerin gegen Berufspflichten bei der Architektenkammer Baden-Württemberg (Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart, www.akbw.de) anzuzeigen sowie bei Streitigkeiten den Schlichtungsausschuss der Architektenkammer Baden-Württemberg anzurufen.
Stand: 5. Oktober 2026